Wie digital sind wir? – der Digital-Index D21

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Ob im beruflichen oder im privaten Kontext – überall hören wir zwei Dinge: es wird erstens alles digitaler und wir sind zweitens nicht genügend auf die Digitalisierung vorbreitet. Dem Erst genannten würden wir unvoreingenommen zustimmen. Aber stimmt die zweite Aussage? Sind wir alle nicht darauf vorbereitet? Hängt uns die Digitalisierung ab und werden wir auch nicht ein kleines Stückchen besser? Genau diesen Fragen geht die Studie „D21-digital-Index“ einer großen Interessengemeinschaft bestehend aus Politik, Forschung und Wirtschaft, die jährlich das Lagebild der digitalen Gesellschaft untersucht nach. Um dieses, für Deutschland repräsentative Lagebild zu schaffen werden jährlich über 20.000 Interviews geführt.

Die D21-Index Studie – das Lagebild der deutschen Gesellschaft

Das Gute gleich einmal vorweg: der digitale Index in Deutschland ist um 2 Punkte auf 53 (von 100) gestiegen. Der Index ist ein Mittelwert der aus insgesamt vier Rubriken gebildet wird. Innerhalb dieser Rubriken werden verschiedene Aspekte der digitalen Gesellschaft bewertet. So wird unter anderem der Zugang zum Internet betrachtet, die grundlegende Offenheit und das Nutzungsverhalten bezüglich digitale Produkte oder Dienstleistungen, die Kompetenz dieses zu tun und die Art der Nutzung, also die Geräte oder Assistenzsystemen wie digitale Angebote wahrgenommen werden.

Schaut man sich die Studienergebnisse in Teilen einmal genauer an, können wir sehen, dass wir den „Mobile Moment“ mit 68% mobilen Anteil an der Internetnutzung in Deutschland schon deutlich überschritten haben. Darüber hinaus sagen die Hälfte aller repräsentativ Befragten, dass sie sehr skeptisch gegenüber digitalen Assistenzsystem sind. Dies gilt sowohl für Anwendungen im Smart Home Bereich als auch für „Kollege Roboter“. Eine weitere spannende Aussage, die innerhalb der Studie zu Tage gefördert wurde betrifft das mobile Arbeiten. Hier geben nur 16% an, dass sie dies tun. Bei den 84%, die nicht mobil arbeiten, sehen 58% keine Möglichkeit in Ihrem Beruf und 26% sehen keine Möglichkeit in ihrem Unternehmen. Ein weiterer Insight aus der Studie, mit dem wir auch abschließen wollen, ist, dass die grundlegende Akzeptanz innerhalb der gesamten Bevölkerung bezüglich der Digitalisierung und ihren Produkten steigt. Ein gutes Zeichen! Wer Interesse an der ganzen Studie hat, findet diese hier.

Digitalisierung bedeutet Lebens Langes Lernen

Ein weiterer Aspekt, den die Studie hervorgebracht hat, ist der, dass die Digitalkompetenz in Deutschland deutlich zu wünschen übrig lässt. So wird gesagt, dass maximal die Hälfte der Bevölkerung die Begrifflichkeiten der Digitalisierung versteht. Daher reicht es nicht einmal im Jahr auf eine der vielen und mit Sicherheit auch qualitativen Konferenzen zu gehen. Das Lernen, die Auseinandersetzung mit unserem immer digitalen werdenden Umfeld muss im Grunde eine persönliche Herzensangelegenheit sein und fortwährend betrieben werden. Daher sollte im Grunde die digitale Bildung schon im Schulalter strategisch beginnen und sich bis in die senioren Berufsjahre ziehen. Dies unterschrieben auf der einen Seite verschiedene Studien. Auf der anderen Seite wird dort auch immer wieder belegt, dass digitale Bildung, weder in den Schulen noch in Unternehmen ein strategisches oder verstetigtest Thema ist. So bleibt die Digitalisierung für viele doch erst einmal Privatsache.

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